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Nördlicher geht's nicht Förderentscheidungen der Filmwerkstatt Kiel

Förderentscheidungen der Filmwerkstatt Kiel

Der Förderbeirat der Filmwerkstatt Kiel trat am 7. Mai 2014 zusammen und vergab in seiner ersten Fördersitzung in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 106.500 Euro an insgesamt 20 Projekte in den Bereichen Projektentwicklung, Produktion und Präsentation.

Produktionsförderung erhalten insgesamt elf Filmprojekte: RÜDIS LEBEN (Salto Film) von Sven Olaf Hill erhält Förderung in Höhe von 12.500 Euro. Der Film erzählt die wahre Geschichte von dem Familienvater und Bankangestellten, der eine Sicherheitslücke bei seinem Arbeitgeber entdeckt, mehrere Millionen Euro erbeutet und sich nach Australien absetzt. Doch seine Freundin will nicht mit dem gemeinsamen Sohn nachkommen. DIE SOMMERSPROSSE (Makrorama GbR) von Frédérike Veith wird mit 10.000 Euro unterstützt. Als die 7-jährige Tilli eine ihrer geliebten Sommersprossen verliert, befürchtet sie, ihren besten Freund Tim ebenfalls zu verlieren. In MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN (Kundschafter Filmproduktion, 10.000 Euro) reist Sung-Hyung Cho als erste südkoreanische Regisseurin nach Nordkorea, um hinter die Kulisse der Propaganda zu schauen. Die schöne ELISE (Moritz Boll, 7.500 Euro) macht mit ihrer Freundin einen Roadtrip zu dem 40 Jahre älteren Dorsday und ist sofort fasziniert von dessen freigeistigen Lebensstil. Dorsday ist aber nur interessiert an ihrem Körper. Mit ebenfalls 7.500 Euro wird der kurze Spielfilm AM STRAND (Am Strand GbR) von Nele Mueller-Stöfen gefördert. Darin verbringt ein Paar die Ferien an der Ostsee und verstrickt sich dort in eine immer größere Lüge, bis schließlich die Leere ihrer Beziehung entlarvt wird. Im Thriller CALVIN FRAGMENTI (Philipp Westerfeld, 7.500 Euro) inszeniert Regisseur Manuel Ostwald die Geschichte um den verstummten Calvin, der von seinem Psychiater in eine Nervenklinik eingewiesen werden soll. Sein Adoptivbruder Dustin möchte ihn stattdessen bei einem Campingausflug am Meer heilen.
In MENSCH FLENSBURG – FLENSBURG BEATS (5.000 Euro) spricht Michael Brüsehoff mit Musikern, Künstlern und Typen, um die Flensburger Szene früher und heute zu dokumentieren. Claus Oppermann und Gerald Grote entdecken mit NÖRDLICHER GEHT’S NICHT vergessene Aufnahmen der »unbekannten Filmstadt« Flensburg. Dafür bekommen Sie eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro. In einem Trödelladen fand die Filmemacherin Urte Alfs 80 Postkarten. Im Film DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK, 10 PFENNIG (5.000 Euro) setzt sie die Fragmente zusammen.
Ein Jugendlicher aus dem heutigen Dieksanderkroog im Dithmarschen beginnt, die Entstehung seiner Heimat im Nationalsozialismus zu recherchieren. Für ihr Projekt LEKTIONEN IN GESCHICHTE erhalten Dirk Peuker und Bettina Nürnberg 3.000 Euro. Um die Zeit und die Beziehung, die wir Menschen mit ihr eingehen, geht es in DER UHRMANN von Matthias Loker und Ozan Tasci (1.000 Euro).

Projektentwicklungsförderung in Höhe von 5.000 Euro erhält Karsten Wiesel für seinen Anteil am Splitter-Filmprojekt REGION ODER GRENZE, in dem neun Filmemacher jeweils ihren Blick auf die Historie der Deutsch-Dänische Grenze werfen. Das interaktive Crossmedia-Projekt SAGE MIR WO DU LEBST UND ICH SAGE DIR WER DU BIST (3.500 Euro) von Katja Fedulova und Anna Caroline Arndt zeigt historische Orte der Bundesrepublik aus Sicht der Kinder. In Ihrem Film JOHANNES BRAHMS – KLANGBILDER (Yucca Filmproduktion, 3.000 Euro) will sich Filmemacherin Martina Fluck dem »Wunderkind« Brahms im Dialog mit dem musikalischen Gesamtkonzept des jungen Filmkomponisten Felix Raffel annähern. SHAFIQ (wulfmedien, 2.500 Euro) von Fredo Wulf ist eine Begegnung mit jungen Migranten, die ihr Leben neu erfinden. Der Experimentalfilm MY AMERICAN MINUTES von Kai Zimmer wirft einen Blick auf die amerikanische Gesellschaft und Kultur und wird mit 2.000 Euro gefördert.

Präsentationsförderung in Höhe von 7.500 Euro geht an das BLITZFILM FESTIVAL 2014. Festivalleiter Karsten Weber zeigt (nord-)deutsche Produktionen in mehr als 12 chinesischen Großstädten. LE BEAU DANGER (joon Film, 5.000 Euro) ist eine filmische Anordnung aus dokumentarischem Portrait und Texten des rumänischen Schriftstellers Norman Manea. Für die Erstellung eines Trailers zum Film DIE SENSIBLE erhält Anne Andersen-Geils 2.000 Euro. Ebenfalls mit 2.000 Euro wird der Verleih des Films FALLWURF BÖHME (Basis Filmverleih) von Heinz Brinkmann unterstützt.


Die Förderentscheidung haben getroffen: Yasemin Yilmaz (Künstlerin & Kulturmanagerin), Oliver Keidel (Drehbuchautor) und Arne Sommer (Leiter Filmwerkstatt FFHSH).

 

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Pressemitteilung vom: 12.05.2014