Grüner Drehpass
Ab 2012

Ab 2012 gibt es das Gütesiegel der FCHSH in »grün« für umweltbewusstes Handeln am Set.
Der grüne Drehpass wird projektbezogen von der Film Commission Hamburg Schleswig-Holstein nationalen und internationalen Produzenten ausgestellt, die planen, ihren Film am Standort umweltbewusst zu drehen. Über das von Hamburg als europäischer Umwelthauptstadt 2011 zertifizierte Gütesiegel für Film- und TV-Produktionen, gibt die FCHSH Handlungsempfehlungen, wie man am Set den Energieverbrauch reduzieren und Müll vermeiden kann.

Welchen Zweck erfüllt er?
Durch die Registrierung bei der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein wird die Seriosität der jeweiligen Produktion hervorgehoben, was die Kommunikation mit den Motivgebern erleichtern kann. Zugleich vereinfacht der Drehpass die Kooperation mit städtischen Genehmigungsgebern. Die Film Commission Hamburg begrüßt das nachhaltige Handling am Set von Dreharbeiten und möchte mit dem ‚Grünen Drehpass’ das Bewusstsein für umweltfreundliches Drehen am Filmstandort Hamburg unterstützen. Einige Produktionfirmen setzen bereits auf umweltbewusstes Handeln am Set. So wird nach Recherchen der FCHSH bei der Produktion von einigen lang laufenden Serien mit durchgehenden Produktionsbüros und Lagerflächen in der Ausstattung bereits umfangreich recycelt und wieder verwertet. Für die Produktionen ist der grüne Drehpass eine Auszeichnung, mit der sie ihren Beitrag für den Umweltschutz nachhaltig dokumentieren und kommunizieren können.
 

Wer bekommt ihn?
Jede Produktion, die nachweist, »grün« zu drehen, kann den Pass bekommen. Neben den Angaben zu Produktionsfirma, Hauptfirmensitz, Adresse des Produktionsbüros, Drehzeit, Stabliste und aktuellem Drehbuch sowie täglicher Dispo ist eine Liste einzureichen mit Angaben, wie der Produzent konkret bei mindestens drei der fünf folgenden Punkte den Energieverbrauch seiner aktuellen Produktion senken und umweltbewusst drehen wird:

Ausstattung die Reduzierung von Elektromüll, Recycling in der Ausstattung und die Verwendung von abbaubaren und wieder verwendbaren Materialien wie Holz und Stoff

Catering die Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten, die Reduzierung von Plastikbechern und -flaschen sowie die Verwendung eigener Tassen und Gläser, generelle Mülltrennung.
 
Produktionsbüro/Crew dieVerwendung von Recyclingpapier, elektronische Dispo, doppelseitiges Bedrucken von Papier, Einsatz eines »grünen Runners« als Umweltbeauftragter am Set, Mülltrennung sowie Ökostrom im Büro
 
Transport/Technik Bildung von Fahrgemeinschaften und bei kurzen und nicht eiligen Transporten der Einsatz von Citybikes, die Verwendung von energieeffizienter Lichttechnik und festen Stromquellen am Set.


Erstellung einer Ökobilanz
(in Partnerschaft z.B. mit ClimatePartner)

Wie wird der Drehpass benutzt?
Der Drehpass wird bei öffentlichen Motivgebern und Polizei im Rahmen der Beantragung von Sondernutzungen und Halteverbotszonen für Dreharbeiten eingesetzt (Eintragung der Drehpassnummer im Motivbogen).

Hinweis: Mit dem Drehpass ist eine inhaltliche Überprüfung der Produktion nicht verbunden. Der Drehpass hat keine Auswirkungen auf den Umfang oder Einschränkungen von Drehgenehmigungen, behördliche Anweisungen oder sonstige Auflagen. Eine Haftung der Filmförderung Hamburg Schleswig- Holstein für den Inhaber des Drehpasses ist in jeder Hinsicht ausgeschlossen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Filmförderung Hamburg Schleswig- Holstein. Der Drehpass ist kein Ersatz für die Drehgenehmigungen.

Motiv-Datenbank Genehmigungen Motivbogen Grüner Drehpass Location Netzwerk SH
Christiane Scholz
Büro Hamburg
T: +49 40 398 37 - 15
eMail: scholz@ffhsh.de


Alexandra Luetkens
Büro Hamburg
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